Yin und Yang

Die Theorie des Gleichgewichts

Die Theorie von Yin und Yang entspringt aus der taoistischen Religion und Philosophie. Sie wurde durch Beobachtung, Analyse und Erklärung des Universums entwickelt. Später wurde diese Theorie auf den menschlichen Körper übertragen und bildete die Basistheorie der TCM. Durch die Beobachtung der Umwelt und deren Veränderungen wie Tag und Nacht, Wasser und Feuer, Sonne und Mond, Kälte und Wärme stellten die Chinesen fest, dass alles in der Welt aus zwei Entwicklungsarten besteht - Yin und Yang genannt. Yin Yang Symbol
Yang symbolisiert Feuer, Wärme, Aufgehen, Aufwärtsentwicklung, Licht, Funktion und Schnelligkeit. Yin symbolisiert Wasser, Kälte, Abwärtsentwicklung, Dunkelheit, Materie und Langsamkeit. Diese zwei Aspekte sind immer einander entgegengesetzt, z.B. Wasser löscht Feuer. Sie sind abhängig voneinander, z.B. gibt es keinen Tag ohne Nacht. Sie wechseln sich ab, z.B. nach Sommer kommt Winter. Sie sind im Gleichgewicht miteinander: Wenn Yin zunimmt, nimmt Yang ab und umgekehrt. Dieses Gleichgewicht bestimmt den freien Fluss des Qi, der Lebensenergie (der Vitalenergie, ohne die kein Leben möglich ist). Die Ungleichheit bewegt sich aber innerhalb eines bestimmten Niveaus, so dass immer ein Ausgleich zustande kommt. Aus dieser zentralen Idee des sich immer wieder neu formenden Gleichgewichts entwickelten sich die chinesische Medizin und ihre Auffassung darüber, wie Krankheit entsteht und Gesundheit erhalten wird.

Das Ungleichgewicht, also die Krankheit, wird durch eine Kombination verschiedener Faktoren verursacht, die von mir untersucht und eingeschätzt werden:

Angeborene Konstitution

Familienkrankheiten und -tendenzen müssen beachtet werden. Die TCM bezieht familiäre Erkrankungsneigungen in ihre Diagnose ein. Sie findet die Bereiche der geschwächten Widerstandskraft und stärkt die Konstitution.

Emotionaler und geistiger Zustand

Belastende Emotionen wie Stress, Sorgen, Ängste, Kummer, Grübeln, Ärger, Trauer etc. können innere Organe und den Körper insgesamt schwächen, da sie in einer besonderen Wechselwirkung mit diesen stehen. Umgekehrt können erkrankte innere Organe emotionale Entgleisungen hervorrufen.

Ernährung

Die schlechte Qualität und der niedrige Nährwert der heutigen Lebensmittel ist auch eine Ursache von Erkrankungen. Die meisten Nahrungsmittel enthalten Spuren von chemischen Substanzen wie Geschmacks-, Farb- und Konservierungsstoffe sowie Pestizide. Auch unregelmäßige und zu kurze Essenszeiten unter Anspannung und Zeitdruck und Fastfood sind heute die Gründe einer schleichenden Zunahme von Erkrankungen.

Umweltfaktoren

Kälte, Wind, Hitze, Feuchtigkeit oder Trockenheit können jeweils allein oder in Kombination schädigend auf den Organismus einwirken. Die Wetterfühligkeit ist nur ein deutliches Beispiel dafür. Auch die familiären Verhältnisse, die Wohnsituation sowie berufliche Tätigkeit werden als mögliche Krankheitsfaktoren berücksichtigt.